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OENOLOGEN NACHWUCHSPREIS

Der Bund Deutscher Oenologen e.V. zeichnet jedes Jahr maximal vier Absolventinnen und Absolventen der beteiligten Alumniverbände der Hochschulen für deren hervorragenden Leistungen im Studium in Verbindung mit herausragenden Abschlussarbeiten aus. Der Preis ist mit je 300 Euro dotiert. 

Absolventinnen und Absolventen können sich mit einem Empfehlungsschreiben der jeweiligen Referent:innen der Diplom- oder Bachelorarbeiten bewerben. Eine vom BDO-Vorstand berufene Fachjury (Weinbau, Oenologie, Betriebswirtschaft und Getränketechnologie) wertet die Eingänge aus und bestimmt die Preisträger. 

 

Bewerbung zum Deutscher Oenologen Nachwuchspreis:
BEWERBUNGSPORTAL

Präsident Erik Schweickert mit den Preisträger/-innen

VERLEIHUNG DES OENOLOGEN NACHWUCHSPREISES 2018

Würdigung für herausragende Abschlussarbeiten aus den Bereichen Weinbau, Oenologie, Internationale Weinwirtschaft und Getränketechnologie

Ein Bericht von Klaus Herrmann.

Präsident Erik Schweickert mit den Preisträger/-innen

Von 04. bis 06. November 2018 ging auf dem Stuttgarter Messegelände unter der Schirmherrschaft der OIV (Internationale Organisation für Rebe und Wein) und in Kombination mit dem 63. Deutschen Weinbaukongress die INTERVITIS INTERFRUCTA HORTITECHNICA über die Bühne. Der passende Rahmen für den Bund Deutscher Oenologen (BDO), um den stolzen Preisträgern den Oenologen Nachwuchspreis zu übergeben.

Der BDO vergibt jährlich den Preis für herausragende Abschlussarbeiten aus den Bereichen Weinbau, Oenologie, Internationale Weinwirtschaft und Getränketechnologie. Aus den Hochschulen Geisenheim, Heilbronn und Neustadt werden Bachelorarbeiten dem Verband eingereicht. Das Gremium aus dem Vorstand bewertet die eingereichten Arbeiten und benennt die jeweils beste Arbeit der Fachrichtung.

Die Preise in den vier Kategorien sind mit jeweils 300 Euro dotiert und werden durch einen gravierten Dekanter der Firma Zwiesel Kristallglas komplettiert.

 

Der Nachwuchspreis im Bereich Weinbau geht an:

Julia Nopora

Titel: Aussagefähigkeit der Beerensensorik auf die spätere Sensorik von Riesling, Sauvignon Blanc und Spätburgunder Weinen

Hochschule: Weincampus Neustadt

Betreuer: Prof. Dr. Ulrich Fischer, Prof. Dr. Dominik Durner

In einer bisher nicht publizierten wissenschaftlichen Breite adaptierte Julia Nopora die kommerziell genutzten Protokolle zur Traubensensorik auf drei Rebsorten und für eine computerbasierte Erfassung. Innovativ war die gleichzeitige Untersuchung von drei Reifezeitpunkten und in diesen, drei Reifegraden (°Oe) der Beeren, sowie die Verbindung mit der Sensorik der aus den Trauben hergestellten Weine. Die Ergebnisse wurden bereits publiziert (DDW 2018 16/17) und auf der internationalen Konferenz Macrowine in Zaragozza vorgetragen (Mai 2018). Die sehr ausführliche und statistisch anspruchsvolle Arbeit wurde mit 1,3 beurteilt.

 

Daniel Vogelwaid

Titel: Reduction of sulphur dioxide addition in red winemaking

Hochschule: Geisenheim

Betreuerin: Prof. Dr. Doris Rauhut

Die Arbeit ist leider gesperrt.

 

Jan Hendrik Gierspiepen
 

Titel: The spirit of Agave: Mezcal

Hochschule: Geisenheim

Betreuer: Prof. Dr. Helmut Dietrich

 

Diese Arbeit wurde in Mexiko angefertigt. Die Bachelorthesis charakterisiert und beschreibt den gesamten Herstellprozess der mexikanischen Spirituose Mezcal. Dieses traditionelle Getränk hat in letzter Zeit sowohl nationale als auch internationale Aufmerksamkeit erregt. Aber obwohl es eine reichhaltige und lange Geschichte vorzuweisen hat, stellt es einen eher neuen wissenschaftlichen Forschungsgegenstand dar. Aus diesem Grund wird in der Arbeit der komplette Hintergrund der historischen, rechtlichen und biologischen Merkmale vorgestellt. Dieser ist unerlässlich, um ein vollständiges Verständnis des besonderen Herstellungsverfahrens und der wesentlichen Identität dieser Spirituose zu erlangen.

Anmerkung der Abteilung Kommunikation und Hochschulbeziehungen: Die Arbeit von Herrn Gierspiepen wird in einer der nächsten Plan G-Ausgaben näher vorgestellt.

 

Maximilian Stigler
 

Titel: Analyse der Kosten- und Margenstruktur eines Weinguts in Baden

Hochschule: Geisenheim

Betreuer: Prof. Dr. Andreas Kurth


Schwerpunkt der Arbeit ist die Entwicklung eines Kostenrechnungssystems für ein Weingut in Baden, um die Herstellkosten einzelner Weine ermitteln zu können. Dafür wurde ein detaillierter Betriebsabrechnungsbogen entwickelt, mit dessen Hilfe die Kostenarten verursachungsgerecht auf die Kostenstellen und anschließend auf die Kostenträger verteilt werden können. Nach der Verteilung auf die Kostenstellen wurden die Herstellungskosten und die Vertriebskosten ermittelt und mit den erzielten Preisen verglichen, wobei nach einzelnen Vertriebskanälen (Privatkundenpreise, Fachhandelspreise) unterschieden wurde. Dadurch ließen sich für einzelne Weine unterschiedliche Margen in Abhängigkeit des jeweiligen Vermarktungskanals errechnen. Daraus ließen sich Handlungsempfehlungen zur Steigerung der Profitabilität ableiten.

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