BERUFSBILD

Das Berufsbild in Europa

Der internationale Verband der Oenologen umfasst mehr als 20'000 Oenologen weltweit. Die Mehrheit davon stammen aus Europa. Jedes land hat seine eigenen Ausbildungsstufen zum Beruf Oenologe, respektiert aber die vorgaben der "Organisation Internationale de la Vigne et du Vin" (OIV). Neben den europäischen Länder sind Argentinien, Brasilien, Chile, Uruguay und Canada Mitglieder des internationalen Verbandes der Oenologen.

Die qualifizierteste deutsche Ausbildungstätte für "Oenologen" ist seit über 100 Jahren Geisenheim im Rheingau  (Hochschule Geisenheim University) in Verbindung mit der Uni Giessen (www.hs-geisenheim.de), sowie im Schwerpunkt Weinmarkt auch die FH Heilbronn (www.fh-heilbronn.de).

Wer und was ist ein Oenologe

Der Oenologe (bzw. die Fachleute, die von den nationalen Berufsverbänden, wenn auch u.U. unter anderen Berufsbezeichnungen, offiziell als Oenologen anerkannt werden) ist ein Fachmann, der sich von Beruf mit den technischen und wissenschaftlichen Kriterien zu allen Prozessen befaßt, die vom Anbau bis zur Lese der Reben und von der Weinbereitung bis zur Flaschenabfüllung reichen, und der alle in diesem Rahmen anfallenden Arbeiten überwacht und die Maßnahmen festlegt, die unter Berücksichtigung der verschiedenen Ebenen der Produktion und der Verbraucherschichten der Gewährleistung der Qualität des Produktes dienen.

Auf dem Kongress der Organisation Internationale de la Vigne et du Vin (OIV) im Jahre 1994 wurde das Berufsbild des Oenologen wie folgt definiert: "Hochqualifizierte Person, die ausgehend von ihren spezifischen Fachkenntnissen im Bereich der Technik und der Wissenschaften in der Lage ist, entsprechend der Regeln der Branche sowie der gesetzlich festgelegten Bestimmungen die Aufgaben auszuführen und zu überwachen, denen auf dem Gebiet des Weinanbaus und der Weinbereitung eine grundlegende Bedeutung zukommt".

Der Oenologe ist folglich eine Person, die im Bereich der Weinproduktion tätig ist. Seine beruflichen Kompetenzen bestehen im wesentlichen in der Überwachung der oenologischen Aspekte, die hinsichtlich der gesundheitlichen Unbedenklichkeit und der Natürlichkeit des Produktes und somit in Hinsicht auf den Verbraucher von wichtiger Bedeutung sind. Sowohl in der EU als auch in verschiedenen weiteren, nicht zur EU gehörigen Nationen ist der Oenologe für eine Reihe spezifischer oenologischer Vorgänge verantwortlich, so daß er eine entsprechende zivil- wie strafrechtliche Verantwortung übernimmt und für die Kontrolle der im Fachbereich anfallenden Prozesse und Arbeitsschritte verantwortlich ist.

Der Oenologe muß einen Universitätsabschluss vorweisen oder aber eine Fachhochschule abgeschlossen haben. Er darf auf keinen Fall mit dem Sommelier oder dem Fachmann für Gastronomie verwechselt werden, deren Aufgabe vorwiegend im Kosten sowie in der Präsentation und im Servieren des Getränkes sowie in der Beratung hinsichtlich der bestmöglichen Abstimmung zwischen Wein und Speisen besteht und sich folglich durch einen engen Kontakt mit dem Verbraucher und durch die Verbreitung des Produktes auszeichnet, wogegen ihre Aufgaben hinsichtlich der Überwachung der Prozesse des Weinanbaus und der Weinbereitung ausgesprochen eingeschränkt sind. In verschiedenen Nationen werden Sommeliers über von den nationalen Berufsverbänden der Sommeliers angebotene Kurse ausgebildet.

UNSERE ZIELE

Die Ziele des BDO e.V.  sind die berufliche und fachliche Förderung seiner Mitglieder und des Berufsnachwuchses. Der Bund steht in fördernder Zusammenarbeit mit den Organisationen der gesamten Wein- und Getränkewirtschaft. Er ist seit dem Jahre 1955 Mitglied des Deutschen Weinbauverbandes. 

KONTAKT

Tel. +49 6722 502 742

 

c/o Hochschule Geisenheim

Von-Lade-Str.1

65366 Geisenheim

Deutschland

 

info@oenologie.de

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